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Reporter ohne Grenzen: Kein Kommentar

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Zusammenfassung

Die NGO “Reporter ohne Grenzen” bekämpft die weltweit zunehmende Internetzensur. Als Zielgruppe für eine aussergewöhnliche Online-Aktion wurde bewusst auf das thematisch empfänglichste Segment der sog. „Critics“ gesetzt. Damit sind diejenigen 19 Prozent der Internet-Nutzer gemeint, die aktiv Beiträge kommentieren und so am offenen Internet-Dialog teilnehmen (Forrester Research 2006). Um diesen „Critics“ den Entzug der eigenen Meinungsfreiheit hautnah zu demonstrieren, wurde ihnen das Recht auf ihre freie Meinungs- äusserung genommen. Dies geschah mit einem getarnten Online-Ad, welches das bekannte Kommentar-Feld von Internet-Magazinen imitierte. Nach dem Eintippen einiger Buchstaben wurde nicht nur der Cursor gekidnappt, sondern die Meinung gelöscht und eine automatisch generierte Nachricht im Namen des Users abgeschickt. Und so als gänzlich unkritischer Kommentar publiziert. Mit der Auflösung des Absenders folgte dann die entsprechend nachhaltige Erkenntnis, wie wichtig freie Meinungsäusserung für unsere Gesellschaft ist.